Auch diese Saison gibt es ein Endspiel

Rückrundenspiel Nr. 10
Spielort: Landesleistungszentrum Sachsenweg
Gegner: TuS Germania Schnelsen 2
Wenn die Kirsche anfängt zu blühen und die Hälfte der Spieler beim Einspielen niest, ist das ein sicheres Anzeichen dafür, dass sich die Tischtennissaison dem Ende zuneigt. Am für uns vorletzten Spieltag verschlug es uns in die ungeliebte Verbandshalle am Sachsenweg, wo wir auf die zweite Mannschaft der TuS Germania Schnelsen trafen. Für TVF1 galt nach der Niederlage gegen Eilbe(c)k: Verlieren verboten!
Der Mitaufsteiger, der in dieser Saison die rote Laterne nicht mehr wird abgeben können und erst 30 Minuten nach uns in der Halle eintraf, musste zunächst noch eine mitten zwischen den Tischen hängende Seilproblematik beheben, bevor zum Spiel aufgerufen werden konnte.
Es stellte sich der Verdacht ein: Die Luft bei unseren Gastgebern ist schon lange vor der Partie raus. Dieser Eindruck wurde wenig später anhand der Aufstellung bestätigt. Da einer der Akteure fehlte und die dritte Vertretung parallel um den Aufstieg in die 1. Landesliga kämpfte, trat Schnelsen nur zu fünft an. Damit aber boten uns die Hausherren natürlich auch die Möglichkeit, der Chronik des sagenhaften Scheiterns gegen Germania ein neues, spektakuläres Kapitel hinzuzufügen.
Kontrovers wurde deshalb wieder einmal die Doppelaufstellung diskutiert. Schließlich entschied man sich dazu, Hendrik und Phil ins Doppel 1 zu schicken, da sie unter der Woche in einem vereinsinternen Trainingsspiel ihre Spielstärke eindrucksvoll unter Beweis gestellt hatten. Das Doppel 2 sollten Morris und Robin bestreiten, auch wenn Vinc, der nun in Doppel UND Einzel zunächst „frei bekam“, dies nur mit Hilfe einer Döner-Wette akzeptierte.
Die Generalprobe im Training zeigte Wirkung. Hendrik und ich brillierten nicht, waren aber konzentriert und gewannen in vier Sätzen gegen Schütt/Laub. Erstaunliches spielte sich parallel am anderen Tisch ab: Gez/Stille, die im Hinspiel noch Hendrik und Phil im Entscheidungsdoppel mit gerade einmal 11 Punkten nach Hause geschickt hatten, taten sich unglaublich schwer mit dem ausgewogenen Spiel unserer neuen Kombi. 9:5 führten Morris und Robin schon im fünften Satz, ehe sich ein paar einfache Fehler einschlichen und das Spiel doch noch in der Verlängerung verloren ging. Super ärgerlich nach dieser starken Leistung, da muss man sich erstmal beruhigen. Morris versuchte es mit der Mentaltechnik Flitschen (Schläger über Hallenboden, nicht Stein übers Wasser).
2:1 TVF dank geschenktem Doppel 3. Führung gegen Germania – ungewöhnlich!
Im oberen Paarkreuz ging es anschließend über die vollen zehn Sätze. Morris kämpfte sich super in die Begegnung gegen Gez zurück, musste sich am Ende leider doch dem fehlerfreien Spiel des Schnelsener Spitzenspielers geschlagen geben. Hendrik behielt dafür die Nerven in einem von vielen unliebsamen Konterrallies geprägten Spiel gegen Stille und gab nach eigener Time-Out beim Stand von 8:8 im fünften Satz keinen Punkt mehr her. Das mittlere Paarkreuz legte nach und lenkte das Spiel in die richtige Richtung: Robin hatte keine Mühe mit dem angeschlagenen Jonas. Phil kämpfte sich in die Partie gegen Schütt und war im spielentscheidenden Satz vier mit dem Netz im Bunde. Im unteren Paarkreuz bewies Günni Laub wieder einmal, dass der TVF sein Lieblingsgegner ist und besiegte Simeon 3:1. Glücklicherweise konnte Vinc seine makellose Bilanz auch im zweiten (kampflosen) Spiel aufrecht erhalten. ;-)
Es steht 6:3 für Fischbek. Jetzt schnell den Deckel drauf?!
Oben wurden zu Beginn der zweiten Einzelrunde die Punkte erneut geteilt. Auch für Hendrik erwies sich das lockere Händchen von Gez am heutigen Tag als zu gut. Dafür zeigte Morris sich gut erholt von den beiden unglücklichen Niederlagen zuvor. Mit einer vor allem mental starken Leistung rang er Stille in vier Sätzen nieder. Da Phil im Anschluss gegen Jonas 3:1 die Oberhand behielt, stand der Sieger der Begegnung bereits fest. Robin und Vinc verpassten nun leider die Gelegenheit, unser Spielverhältnis aufzupolieren und unterlagen jeweils in vier Sätzen gegen Schütt und Laub. Das Spiel endete so mit dem dritten geschenkten Punkt im Duell der 6-er.
Schnelsen – Fischbek 6:9
Ich möchte jetzt lieber nicht darüber nachdenken, wie knapp das mal wieder geworden wäre, wenn die Schnelsener in Bestbesetzung an die Platten gekommen wären. Sch**ßegal, endlich haben wir mal gegen Germania gewonnen und der Zeitpunkt ist auch nicht der schlechteste. Dazu eine geschlossene Mannschaftsleistung und insgesamt gute Stimmung im Team – da bleibt nicht viel zu meckern!
Hurra, wir leben noch! Wer hätte das Mitte der Rückrunde für möglich gehalten?! Am kommenden Samstag kommt es nun zum Showdown in Harburg. Einfacher könnte die Ausgangslage nicht sein: Wir brauchen einen Sieg, dann hätten wir es doch noch auf den nicht mehr für möglich gehaltenen Relegationsplatz geschafft.
Jungs, Endspiele sind doch unser Ding! Wir hoffen auf eine ähnliche Kulisse wie im vergangenen Jahr gegen Bahrenfeld. Für unsere Fans gilt daher die Parole: Sei kein Schurk, auf nach Harburg! Ok, besser wird's heute nicht mehr ...
Phil
Die Zuschauerzahl präsentiert von der p+b SERVICE GmbH: 2 (beide mit Nachnamen Gez)
Tabellenplatz? 11.
Wo waren wir nach dem Spiel? 3x Kiez & 3x Donnerwetter mit der starken Zwoten
Wem gelang im 20. Versuch das erste Mal ein 2:0 in der HL? Phil
Wer beschwerte sich nach mehreren Kaffee über seine Zittrigkeit? Hendrik
Wer braucht aufgrund seines massiven Körpers besonders viel Duschgel? Simeon
Wie heißt die Mutter von Niki Lauda? Irgendwas mit DÖP DÖP DÖDÖPP
Und nächste Wohe? Derby, Endspiel, Saisonfinale in Harburg



27. Februar 2019 – Nach monatelanger Vorbereitung begann endlich das Landesfinale in der Sporthalle im Sachsenweg. Wir reisten mit Liam (1. Jungen), Ole (2. Jungen), Tarek (2. Jungen), Albert S., Albert B. (beide HNT) und mir an. Als Unterstützung war Inka (2. Mädchen) dabei, da wir leider keine Mädchenmannschaft aufstellen konnten. Es waren 10 weitere Mannschaften anwesend, darunter alte Bekannte aus den Vorjahren. Wir begannen in einer von 4 Dreiergruppen, die wir souverän, mit nur einer Niederlage im Einzel, bestanden und somit unsere Position als Gruppenkopf bestätigten. Nach einer einstündigen Pause ging es weiter mit dem Viertelfinale. Dies war eines der spannendsten Spiele, die ich bis jetzt bei JTFO hatte. Nachdem wir 4:3 hinten lagen, holte Albert B. sich sein Einzel ganz knapp im 5. und letzten Satz. An der Nebenplatte gewannen Ole und Tarek das Doppel und wir standen im Halbfinale. Hier war für uns trotz gutem Spiel, in dem wir 3:1 führten, Endstation. Wir hatten eine Menge Spaß und haben uns die Bronzemedaille verdient.